Die 10 besten Asanas fürs Vanlife

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Morgens nach dem Aufstehen die Matte ausrollen, den verspannten Körper mit dehnenden und aktivierenden Yoga Asanas aufwecken. Abends Ruhe und Entspannung auf der Matte finden, den Tag und Erlebtes hinter sich lassen. Wenn dabei die Sonne ins Yogastudio scheint und du Blick aufs Meer hast, ist das kein Problem.

Manchmal weißt du im Vanlife aber nicht genau, wo das nächste Yogastudio ist oder wo du überhaupt die Nacht verbringst und wie das Wetter ist. Egal welche Tageszeit und welche Yogarichtung du bevorzugst  – Yoga ist auch im Van oder Wohnmobil unterwegs möglich. Das sogar immer, nicht nur bei schönem Wetter, wenn die Matte ein Plätzchen im Schatten des großen Baumes neben dem heutigen Übernachtungsort findet.

Welche Asanas du einfach im Van ohne viel Platz praktizieren kannst?

Im folgenden Artikel gibt´s eine kleine Yogasequenz. Mit ihr lassen sich immer und überall Yoga Asanas praktizieren: Auf dem Parkplatz, am Meer zwischen anderen Wohnmobilen oder im Van, sollte es mal regnen. Gleichzeitig sind die Yogaposen super, um nach einer langen Fahrt deinen Körper wieder zu lockern.

Du kannst damit auch Schäden der Wirbelsäule, chronische Verspannungen im Rücken vorbeugen und verbesserst die Blutzirkulation und Sauerstoffaufnahme im Körper. 

Platz für die Yogapraxis

Mehr Platz als eine Yogamatte braucht du nicht. Im klassischen Wohnmobil lässt diese sich gut ausrollen. Dann kann grundsätzlich alles praktiziert werden was auf die Matte passt. Wer im kleineren Van unterwegs ist und etwas weniger Platz hat oder nicht stehen kann, kann trotzdem praktizieren. Die Matte kann auch eingeklappt werden oder als Mattenersatz kann das Bett herhalten.

Dafür sind zum Beispiel sitzende und liegende Asanas super. Im folgenden Artikel kommt eine Yogareihe für dich zum praktizieren,  entspannen und dehnen im mobilen Zuhause oder in der Fahrtpause – egal ob du nun Anfänger oder bereits erfahrener Yogi bist.

Vanlife Yogaflow

Berghaltung und Vorbeuge

Stell dich gerade hin, die Beine leicht auseinander. Deine Arme hängen locker neben deinem Körper, die Fingerspitzen zeigen nach unten. Dein Rücken ist gerade, dein Blick geht geradeaus. Das klingt einfach und vielleicht denkst du jetzt: Hä? Was ist das? Doch die Berghaltung fällt vielen schwer und braucht für einen geraden Rücken etwas Konzentration.

Sie stärkt den gesamten Körper und die innere Haltung, macht standhaft. Wenn du stehst, stell dir vor ein Seil zieht dich an der Kopfmitte nach oben (Vorsicht nicht zu sehr nach hinten kippen) – so wirst du aufrechter und gerade. Schon das allein fühlt sich nach einer langen Autofahrt super an. Mit der nächsten Ausatmung beug dich langsam nach vorne, so weit es geht, im besten Fall bis du mit den Händen den Boden berührst. Geht das nicht, kein Problem. Dann beug dich soweit es geht.

Mit der nächsten Einatmung komm langsam etwas nach oben bis dein Oberkörper parallel zum Boden, im 90 Grad Winkel zu deinen Beinen ist. Komm mit der nächsten Ausatmung langsam wieder nach unten, mit den Händen zum Boden. Mach dies einige Mal in deinem Atemrhythmus und hol deinen Körper langsam in die Bewegung. Mit einer Ausatmung komm in den Vierfüßlerstand für die nächste Übung.

Katze – Kuh

Diese Pose ist einfach, braucht wenig Platz und ist super effektiv. Besonders der untere Rücken freut sich sehr darüber. Und so praktizierst du sie: Komm in den Vierfüßlerstand. Deine Zehen sind aufgestellt und damit aktiv. Die Hände sind unter den Schultern, die Knie unter dem Hüftgelenk.

Mit der Einatmung drückst du den Rücken ins Hohlkreuz und schiebst den Kopf nach oben. So kommst du in die Kuh. Mit der Ausatmung schiebst du den Rücken soweit es geht nach außen, ziehst den Bauchnabel zur Wirbelsäule, so ein richtiger Katzenbuckel kann es werden. Der Kopf geht langsam nach unten und schaut zu den Knien. Mach auch dies mehrere Male ganz in deinem Atemrhythmus. 

Willst du deine Nackenmuskulatur noch etwas dehnen ist hier noch eine Variation: Mit der Ausatmung nimmst du den rechten Arm und schiebst ihn unter dem linken Arm gerade durch. Leg deinen Kopf auf deiner Matte ab. Der Po bleibt über der Hüfte. Verweile in dieser Position zwei Atemzüge und komm zurück in den Vierfüßlerstand mit der Einatmung. Mit der nächsten Ausatmung kannst du die Seite wechseln.

Hund

Ausgehend vom Vierfüßlerstand schiebst du dein Becken nach oben und streckst die Beine. So kommst du in den herabschauenden Hund. Du kannst hier ruhig etwas auf der Stelle laufen, das Becken vor und zurück bewegen. Gib nur etwas acht, dass du die Arme nicht überstreckst. Dein Blick geht in dieser Asana zu deinen Füßen. Beweg dich hier anfangs eine Weile, indem du abwechselnd Zehenspitzen und Ferse aufstellst, den sogenannten “Walking dog”. Genieße dann die Dehnung ohne Bewegung in den Beinen. Komm nun wieder zurück in den Vierfüßlerstand.

Kind

Im Vierfüßlerstand legst du die Fußsohlen ab und lässt dich langsam nach hinten gleiten. Setz dich auf deinen Beinen ab. Leg den Kopf auf den Boden und bring die Arme neben dich auf die Matte. Wer mit dem Kopf nicht ganz auf die Matte kommt kann gern die Hände unter die Stirn legen. In diese Stellung wird der Rücken entlastet und gedehnt, der ganze Körper entspannt. Das ist auch sehr wohltuend für den Nacken. Bleib hier für einige Atemzüge. Wenn du soweit bist, setz dich langsam, Wirbel für Wirbel wieder auf. Du sitzt nun auf deinen Fersen. 

Drehsitz

Von deinen Fersen kommst du nun in den Schneidersitz. Mit der Einatmung die linke Hand auf das rechte Knie legen und mit der rechten Hand leicht hinter deiner Hüfte auf dem Boden ablegen. Der Kopf geht nach hinten und schaut über deine Schulter geradeaus. Bleib so für einige Atemzüge. Wenn du soweit bist komm mit der nächsten Ausatmung zur Mitte. Mit der nächsten Einatmung praktiziere so auch auf der anderen Seite. Dieser Drehsitz ist super für die Beweglichkeit der Wirbelsäule und beugt Steifheit vor. Mit der Ausatmung komm wieder zur Mitte.

Yoga Asana Vanlife

Das Boot

Strecke die Beine nebeneinander nach vorne aus. Mit der Ausatmung lehn dich leicht nach hinten und stütze dich mit den Händen hinter deiner Hüfte ab. Mit der nächsten Einatmung winkelst du die Beine an und hebst sie nach oben. Strecke die Beine mit der Ausatmung nach vorne oben bis sie gerade sind. Falls dir das zu anstrengend ist, lass die Knie gerne gebeugt. Mit der nächsten Einatmung hebst du die Arme und streckst sie nach vorne zu deinen Knien, hältst sie aber in der Luft. Halte diese Position für einige Atemzüge und leg dann langsam die Beine und Hände wieder ab. Leg dich auf deiner Matte ab.

Der Fisch

Der Fisch ist ein herzöffnendes Asana, vertreibt Müdigkeit und erweckt den Geist. Hierfür beginnst du auf dem Rücken liegend und legst die Händen mit den Handflächen nach unten unter deinen Po. Mit der Einatmung hebst du deinen Oberkörper an und stützt dich auf deine Unterarme.

Du kannst gern etwas ruckeln bis du dich da sicher fühlst. Deine Unterarme tragen nun das Gewicht deines Oberkörpers. Mit der Einatmung ziehst du die Schulterblätter etwas zusammen und senkst den Kopf mit der Ausatmung nach hinten bis er deine Matte berührt.

Nicht vergessen: Das Gewicht liegt auf den Armen, keine Belastung auf dem Kopf. Verweile kurz in dieser Asana und komm dann langsam (!) mit der Einatmung wieder mit dem Kopf nach oben und leg den Oberkörper mit der Ausatmung auf deiner Matte ab. Die Arme kommen wieder neben deinen Körper mit den Handflächen nach oben.

Entspannung

Du bist in Rückenlage und damit fertig für die Schlussentspannung. Deine Hände und Beine liegen leicht vom Körper weg. Konzentriere dich auf deinen Atem und spüre deiner heutigen Yogapraxis nach. Bedanke dich bei dir und deinem Körper. Jede noch so kleine Praxis ist wertvoll!

Hab Spaß, spüre dich

Jede Asana ist wirkungsvoll und ein Geschenk an deinen Körper und deine Gesundheit – körperlich wie geistig. Spür in dich rein, welche Bewegung dein Körper gerade braucht. Du musst nicht statisch alles machen und dich in die Posen zwingen. Jeder Körper hat andere Grenzen, nimm sie wahr respektiere sie, es ist okay. Du musst auch nicht statisch in jeder Asana verweilen. Wenn du lachen musst, die Hüfte kreisen oder die Beine paddeln wollen, fühl dich frei das zu tun. Es soll sich gut anfühlen und Spaß machen! Also Matte ausrollen und loslegen. 

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