Workaway & WWOOFing – Günstig reisen durch Freiwilligenarbeit

Workaway & WWOOFing – Günstig reisen durch Freiwilligenarbeit

26. November 2021 Reisen 0
Workaway & WWOOFing Gartenarbeit Farm

Wer gerne reist, aber nicht das nötige Budget für Unterkunft und Verpflegung aufbringen kann, für den ist Freiwilligenarbeit wie Workaway und  Wwoofing eine gute Möglichkeit. Bei dieser Form des Reisens kannst du Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung tauschen und somit sehr kostengünstig unterwegs sein.

Doch was erwartet dich bei den beiden Anbietern? Worauf solltest du im Vorfeld achten? Und ist das alles auch wirklich sicher? Lass’ es uns herausfinden!

Was ist Workaway?

Auf der Online Plattform www.workaway.info wird ein Workawayer folgendermaßen beschrieben:

„Ein Workawayer ist: ein Reisender, der sich in den Gemeinschaften und an den Orten, die er besucht, einbringen möchte. Er ist gern bereit, seine Gastgeber durch seine Hilfe zu unterstützen, Neues zu lernen und in die lokale Kultur einzutauchen.“

Das Prinzip ist also ganz einfach: Du bietest deine Hilfe bei anfallenden Arbeiten an und erhältst im Gegenzug Unterkunft und Verpflegung. Ein Tauschgeschäft, von dem beide Seiten profitieren.

Hierfür musst du dich zunächst auf der Online-Plattform registrieren. Dies ist sowohl als Einzelperson als auch für Paare möglich. Einzelpersonen zahlen hierfür pro Jahr 39 €, Paare 49 € und können dann so viele Gastgeber kontaktieren, wie sie möchten.

Der Anbieter wirbt damit, in über 170 Ländern unterwegs zu sein und mehr als 50.000 Möglichkeiten für die Freiwilligenarbeit anzubieten. Außerdem kannst du andere Reisende kontaktieren und den 24-Stunden-Support in Anspruch nehmen.

Was ist WWOOFing?

WWOOF steht für „World wide opportunities on organic farms“ und bezeichnet ein Netzwerk, das ökologische Höfe mit Besuchern verbindet. Das Ziel der Bewegung ist es, eine nachhaltige globale Gemeinschaft aufzubauen und Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil führen möchten. Auch hier steht Arbeit im Austausch mit Unterkunft und Verpflegung.

Die Mitgliedschaft kostet 25 € pro Jahr, du musst dich jedoch im Vorfeld für ein Land entscheiden und kannst dann nur auf die Höfe und Hosts in diesem Land zugreifen. Insgesamt umfasst die Community 12.000 Hosts in 170 Ländern.

Die internationale Internetseite findest du unter www.wwoof.net und kannst dann dort dein Wunschland auswählen.

Workaway & WWOOFing Karotten Farmarbeit Landwirtschaft

Worauf muss ich bei Workaway & WWOOFing achten?

Beim Scrollen durch die verschiedenen Angebote beider Plattformen wird schnell klar, dass hier wirklich für jeden etwas dabei zu sein scheint. Von einer Schaffarm in Südafrika über ein Umweltschutzprojekt in Norwegen bis hin zu einer Tierrettungsstation in Bolivien oder einer Selbstversorger-Farm an der Algarve in Portugal. Die Möglichkeiten scheinen endlos und eines wirkt spannender als das andere.

Klare Absprachen treffen

Hast du dich entschieden, einen Host zu kontaktieren, solltest du darauf achten, dass ihr klare Absprachen trefft. Frage genau nach, was er von dir erwartet und kommuniziere auch deine eigenen Erwartungen:

  • Wie viele Stunden Arbeit pro Tag werden erwartet?
  • Wie wird der Tagesablauf aussehen?
  • Welche Form von Arbeit sollst du leisten?
  • Welche Art von Unterkunft erwartet dich?
  • Was umfasst die Verpflegung? (Der Begriff „freie Verpflegung“ kann beispielsweise bedeuten, dass jeden Tag frisch für euch Helferinnen gekocht wird oder auch nur, dass du dich im Garten am Obst und Gemüse bedienen kannst)

Achte auf deine Sicherheit

Wie überall gibt es auch im Reisemetier schwarze Schafe. Achte stets auf dein Gefühl bei der Wahl deiner Hosts. Telefoniert, wenn möglich, im Vorfeld und suche dir lieber einen anderen Gastgeber, wenn du kein gutes Bauchgefühl hast. Lies dir sorgfältig das Profil und die Bewertungen des Hosts durch und halte stets einen Plan B bereit, falls du dich vor Ort doch nicht wohlfühlst.

Informiere dich außerdem über nötige Vorkehrungen für dein Zielland. Wie sicher ist die politische Lage? Brauchst du bestimmte Impfungen oder ein Visum?

Darüber hinaus ist es ratsam, deine Reise erst dann fest zu buchen, wenn der Host deinen Aufenthalt verbindlich bestätigt hat und ihr euch über alle Einzelheiten einig seid.

Was ist der Unterschied zwischen Workaway & WWOOFing?

Wir haben Katrin und Sascha von @tattooed.vanlife gefragt, denn sie haben beide Arten der Freiwilligenarbeit schon auf ihrer Reise mit dem Wohnmobil durch Spanien und Portugal ausprobiert.

Workaway & WWOOFing Katrin Sascha tattooed.vanlife

Was ist der große Unterschied zwischen den beiden Anbietern?

„Das Angebot bei WWOOF beschränkt sich ausschließlich auf ökologische Bauernhöfe und Farmen. Hier steht der Aspekt der nachhaltigen, naturverbundenen Lebensweise im Vordergrund. Dahingegen hat Workaway Angebote aus vielen unterschiedlichen Bereichen parat. Das können beispielsweise Privatpersonen sein, die Hilfe bei der Pflege ihres Gartens oder dem Ausführen ihrer Hunde benötigen oder auch Landbesitzer, die eine Outdoorküche bauen wollen. Das Angebot bei Workaway ist kurz gesagt einfach vielfältiger.“

Welchen Anbieter nutzt ihr selbst am häufigsten?

„Wir nutzen hauptsächlich Workaway und haben uns dort auch für eine Jahresmitgliedschaft entschieden. Vor allem die übersichtliche Bedienung der App gefällt uns sehr gut. Hier finden wir leichter Hosts, die zu uns passen und können uns außerdem auch super mit anderen Workawayern vernetzen.“

Workaway & WWOOFing Arbeiten Baustelle Gartenbau

Was gefällt euch an dieser Art des Reisens und Workaway & WWOOFing so gut?

„Wir finden es toll, dass wir immer wieder neue, interessante Menschen kennenlernen. In der Workaway-App können wir außerdem auch angeben, was wir lernen wollen oder von anderen beigebracht bekommen möchten. Das kann zum Beispiel auch eine andere Sprache sein. Dadurch können wir stets neues lernen und uns weiterentwickeln.“

Habt ihr Lust auf diese Art des Reisens bekommen oder sogar schon selbst Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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