Campingbox als Alternative zum Hochglanz-Ausbau

Campingbox als Alternative zum Hochglanz-Ausbau

23. März 2021 Vanlife 0
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Beim Camper-Ausbau stehen oft drei große Variablen im Raum: Zeit, Geld und handwerkliche Fähigkeiten. Wenn du all das, oder Teile davon nicht besitzt, heißt das aber nicht, dass du keinen Camper haben kannst!

Eine mögliche Alternative zum Hochglanz-Camper ist die Campingbox.

 

Was genau ist eine Campingbox?

 

Eine Campingbox ist, wie der Name sagt, eine Box, die du in den Kofferraum deines Campers stellst. Aus dieser Campingbox kannst du dann ein Bett ausklappen und, je nach Campingbox, hast du noch Schubladen, Tisch und Sofa.

Insbesondere für all diejenigen, die handwerklich nicht so begabt sind, aber dennoch ein bisschen etwas an ihrem Camper selber bauen wollen, gibt es Campingboxen auch als Module, die man nur noch selber zusammenbauen muss.

So hat man ein wenig Vanlife-Ausbau-Feeling und gleichzeitig eine praktische Campingbox. 

Im Grunde bist du nach dem Kauf deiner Campingbox eigentlich schon fertig für den Roadtrip. Du musst die Box nur in den Kofferraum stellen und los geht´s!

Campingboxen sind also praktisch für Flexible, für Spontane, für Teilzeit-Camper und Roadtrip-Liebhaber. Und natürlich für alle anderen, die Campingboxen einfach super praktisch finden.

 

Die Vorteile einer Campingbox

 

  • Du musst nichts selber bauen!

Wie schon erwähnt: insbesondere, wenn du deinen Camper nicht selber ausbauen kannst oder willst, wird dir die Arbeit durch den Kauf einer Campingbox abgenommen.

Viele Campingboxen sind schon komplett fertig, sodass du sie nur auspacken und in den Kofferraum stellen musst. Für alle mit zwei linken Händen ist das ein Segen!

 

  • Wer will, kann auch selber bauen! 

Es gibt modulare Campingboxen, wie zum Beispiel die Von Kaua´i Camper oder Selbstbau-Anleitungen wie die Biber-Box, mit denen du nach Anleitung selber bauen kannst.

So weißt du, dass der Plan auf jeden Fall funktioniert, hast aber gleichzeitig auch ein wenig Selberbau-Feeling. 

 

  • Campingboxen sind günstig

Natürlich gibt es auch bei Campingboxen Luxusklasse- und Basic-Modelle, aber grundsätzlich kann man sagen, dass eine Campingbox günstiger ist als ein kompletter Ausbau.

 

  • Man verbaut nichts fest im Auto

Wenn du dein Auto auch mal ganz normal nutzen möchtest oder als gewöhnliches Fahrzeug wieder verkaufen möchtest, ist es praktisch, dass du die Campingbox weder verschraubst noch andere Teile des Autos entfernst. 

 

  • Du hast keine Probleme mit dem TÜV

Während feste Camping-Ausbauten in einigen Fällen vom TÜV genehmigt werden müssen, ergibt sich das Problem mit einer Campingbox nicht.

Da sie nicht fest im Auto verbaut ist, zählt sie als Gepäck – und vor dem TÜV kann sie einfach entfernt werden.

 

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Foto: unsplash

 

Die Nachteile einer Campingbox

 

  • Nicht so viel Freiheit wie beim eigenen Ausbau

Zwar gibt es viele verschiedene Campingboxen und sicher findest du eine, die deinem Geschmack entspricht, aber trotzdem gibt es sicher Kleinigkeiten, die du bei deinem eigenen Ausbau anders gemacht hättest. 

 

  • Nicht alle Campingboxen passen

Je nachdem was für ein Auto du fährst, musst du die passende Campingbox finden. Die meisten Hersteller produzieren Campingboxen für VW oder die typischen Hochdachkombis. Wenn du ein anderes Auto hast, wirst du eine Weile suchen (oder doch selber bauen) müssen.

 

  • Manche Boxen sind überteuert

Natürlich steht der Selbstausbau in keinem Verhältnis zu einer fertig gebauten Campingbox. Trotzdem sind einige Campingboxen deutlich überteuert, wenn man sich das Material anschaut.

 

  • Weniger Stabilität als beim festen Ausbau

Dadurch, dass die Campingbox nur in den Kofferraum gestellt oder nur minimal verankert wird, kann es passieren, dass die Box beim Fahren umherrutscht.

Außerdem ist das Bett nicht so stabil wie ein fest verbautes Bett.

 

Warum solltest du dir eine Campingbox anschaffen?

 

Als ich meine Campingbox gekauft hatte, hatte ich weder Ausbau-Kenntnisse noch ein allzu großes Budget. Es war also sehr praktisch, sich auf die handwerklichen Fähigkeiten anderer zu verlassen und einfach nur eine fertige Campingbox zu bestellen.

Das kann ich guten Gewissens auch allen empfehlen, die unglaublich gerne einen Camper hätten, es sich aber ansonsten nicht leisten können.

Eine Campingbox ist außerdem sehr praktisch für alle, die nur Teilzeit-Vanlife betreiben oder nur ein paarmal im Jahr auf Roadtrip gehen und ihr Auto sonst ganz normal im Alltag nutzen. 

Wenn du also überlegst, dir eine Campingbox zu kaufen, überlege dir Folgendes:

– Ist es okay für mich, nicht selbst zu bauen?
– Entspricht die Box meinen Bedürfnissen?
– Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis?

 

Welche Campingboxen gibt es?

 

Insbesondere in den letzten Jahren sind Campingboxen immer populärer geworden. Gab es vor zwei Jahren, als ich meine Campingbox gekauft habe, nur wenige Anbieter, hast du jetzt ziemlich sicher die Qual der Wahl. 15 verschiedene Campingboxen stelle ich dir hier vor: 

 

Sehr bekannt sind die Campingmöbel- und Ausstattungen von Reimo. Als günstigere Alternative zu festen Einbauten bietet Reimo auch Campingboxen an.

Der Ausbau besteht aus einem Küchenauszug mit Kanister und Kocher und der Möglichkeit, ein Bett auszufalten. Die Box ist komplett zerlegbar und kann somit praktisch verstaut werden.  (ab ca. 1700 Euro)

 

Bei VanEssa gibt es verschiedenste Campingmöbel für Fahrzeuge jeder Art und Größe. Man kann sich hier individuell zusammenstellen, was man braucht und haben möchte.

Es gibt hier einfache Schlafsysteme genauso wie komplette Ausbauten. (Schlafsysteme ab ca. 1300 Euro)

 

Eine Steckbox, die man sehr klein wieder zusammenpacken kann. Der Firma ist Nachhaltigkeit wichtig, die Box ist zu 99 Prozent biologisch abbaubar, wird in Deutschland gefertigt und ist sehr robust.

Auf der Website gibt es außerdem Anleitungen zum selber bauen. Geeignete Fahrzeuge sind verschiedene Hochdachkombis und Kleinbusse. (ab ca. 900 Euro)

 

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Foto: Katja Wolf

 

Die britische Firma Campal baut Campingboxen, die einem festen Ausbau gleichen. Mit Bett, Sofa, Küche, Tisch und Schubladen gibt es nichts, was fehlt. Die Ausbauten gibt es entweder als Einzel- oder als Doppelbett für verschiedene Fahrzeuge.

Die Lieferung nach Deutschland dauert ca. 10 Tage und ist günstig und unkompliziert. (ab ca. 1400 Euro)

 

Eine robuste, kompakte Box, die schnell aufgebaut ist. Die Box passt in über 35 Hochdachkombi-Modelle und in über 60 Bus-Modelle. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie also auch in dein Auto passen kann, ist groß.

Die Box besteht aus Aluminium, wasserfestem Multiplex, Stahl und Edelstahl und wird in Deutschland gefertigt. (ab ca. 2000 Euro)

 

Campingbox testen?

Campingmodule made in Österreich, die nach dem Easy Klick System funktionieren. Die Module sind vielseitig und funktional und sie passen in die meisten größeren Autos.

Teilweise müssen dafür allerdings Sitze ausgebaut werden. (Bettsystem ab ca. 1800 Euro)

 

Bei Kaua´i setzt man auf ein Basis-Schlafsystem, das je nach Wunsch mit zusätzlichen Modulen erweitert werden kann. Es gibt zum Beispiel Schubladen, Solarpanel oder Wasseranlage.

Die Teile werden aus Birke-Multiplex hergestellt und es gibt viel Staumöglichkeit. (Preis auf Anfrage, ab ca. 3000 Euro

 

Eine Box, die sich den Nutzerwünschen anpasst. Du kannst dir aussuchen, ob du Strom- oder Wasserversorgung, eine Kühlbox, Stauraum, ein Bett oder eine Kochstelle haben möchtest.

Die Module sind frei kombinierbar und sind schnell ein- und ausgebaut. (ab ca. 1600 Euro)

 

Diese Campingbox besteht aus einem Stecksystem und ist somit sehr simpel, aber auch sehr praktisch. Die Liegefläche ist etwa 1,90 Meter lang und bei einer Pause kann das Modul ausgebaut und als Picknicktisch genutzt werden.

Noch dazu ist die Box sehr günstig. (Basis ab ca. 130 Euro, Komplett ab ca. 580 Euro)

 

Diese Campingbox ist geeignet für die VW-Busfahrer unter uns. Sie besteht aus Multiplex, hat lange Schubladenauszüge und ist sehr funktional. (ab ca. 1600 Euro)

 

Auch diese Box hat ihren Ursprung in Deutschland, wird allerdings in Europa gefertigt. Die Campingboxen sind einfach aufgebaut, verfügen über ein Schlaf- und Kochsystem und passen in verschiedene Hochdachkombis. (ab ca. 1600 Euro)

 

Eine Campingbox für Minimalisten und diejenigen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist. Das Campingkonzept besteht aus „Cübes“, die zusammen zu Bett- oder Schrankmodulen werden. Das Ganze funktioniert nach einem Stecksystem.

Die Würfel bestehen aus Filz, das zu einem Teil aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird. Auch das Holz ist als nachhaltig zertifiziert, das Leder stammt aus Produktionsabfällen. (ab ca. 1200 Euro)

 

Diese modulare Ausbauvariante ist farbenfroher als alle anderen und besteht aus Küchen- und Bettmodul. Optional gibt es außerdem einen Tisch, was für Campingmodule eher selten ist.

Die Farbe des Küchenmoduls mit Waschbecken, Pumpe und Wassertanks, kann man sich individuell aussuchen. (ab je ca. 1300 Euro)

 

Sehr ähnlich zur Campal-Campingbox ist die Amdro-Box. Auch sie wird in Großbritannien produziert und ist modular aufgebaut.

Auch sie hat Bett, Tisch und Sofa, passt in die meisten Hochdachkombis und lässt sich z.B. durch Zelte und Fenster-Stauplätze erweitern.  (ab ca. 2300 Euro)

 

Einfach in den nächsten Baumarkt für die Campingbox? Bei Hornbach gibt es Camping-Module zum selbst zusammenbauen bzw. -stecken.

Die Campingboxen lassen sich mit Schubladensystemen erweitern und passen in verschiedene VW-Modelle. (ab 500 Euro)

 

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Foto: Carolin Johannsen

 

Ein Video wie die Biberbox im VW Caddy aussieht, gibt es hier.

 

 

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