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Reisen

Die Panamericana – Kosten und Tipps zur Vorbereitung

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10. Juni 2019

Die Panamericana ist für viele Vanlifer und Langzeitreisende ein Traum. Über 45.000 Kilometer auf der Schnellstraße, die Alaska, mit wenigen Lücken, mit dem Feuerland verbindet.

Michi und Thorben haben sich diesen Traum erffüllt und sind zwei Jahre als Familie von Nord- nach Südamerika gefahren. Ihr Reisefahrzeug „Frosch“, ein Mercedes Kurzhauber, hat ihnen treue Dienste geleistet.

Ich habe Michi, die über ihre Reise den Bestseller „Ausreisser“ geschrieben hat, zum Interview getroffen:

 

Wie lange hat es von der Idee bis zum Tourstart der Panamericana gedauert und wie habt ihr euch darauf vorbereitet?

Die Idee zur Panamericana entstand am Ende unserer Reise auf dem Landweg nach Indien. Es hat dann aber doch fast fünf Jahre gedauert, bis wir das Geld zusammen hatten.

In dieser Zeit haben wir rund um die Uhr gearbeitet, unnütze Dinge aus unserem Haushalt verkauft und auf vieles verzichtet.

In den letzten Wochen hab ich die grobe Route geplant, haben den lästigen Papier- und Behördenkram erledigt und uns impfen lassen. 

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Wie hoch waren die Verschiffungskosten und macht es einen preislichen Unterschied, ob man von Nord- oder Südamerika startet?

Wir mussten ganze drei Mal verschiffen. 

Von Hamburg nach Baltimore waren es etwa 3.500 Euro, von Colon in Panama nach Santa Martha in Kolumbien 1.400 Euro und von Montevideo in Uruguay zurück nach Hamburg 2.500 Euro. 

Wo man startet ist preislich gesehen eigentlich egal, doch es gibt erhebliche Unterschiede bei den Agenturen.  Vor allem auf der kurzen Strecke Panama nach Kolumbien. 

Wieviel Zeit sollte man für Panamericana mindestens einplanen?

Ich empfehle, sich mindestens zwei Jahre einzuplanen. Sonst bleiben zu viele schöne Dinge am Wegesrand liegen. Bei dieser Zeitspanne kann man auch noch spontan an schönen Orten länger verweilen.

Bei weniger Zeit würde ich empfehlen, sich auf Südamerika zu beschränken. 

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Habt ihr Tipps zu den Visas? Online oder lieber vor Ort? Gab es Probleme?

Das schöne an der Panamericana ist: Man braucht keine Visa.

Lediglich für die USA ist es ratsam, sich ein B2 Visum zu besorgen, um statt der 90 Tage-Touristen-Visum bis zu 180 im Land bleiben zu dürfen und genug Zeit für Alaska zu haben.

Wichtig zu wissen: Verlässt man die USA um z.B. durch Kanada zu reisen: Das Visum läuft weiter!

Wie sieht es mit kritischen Ländern aus? Haltet ihr die Route aktuell für sicher?

Meist konzentrieren sich „Unruhen“ auf eine Region, nicht auf ein ganzes Land. Probleme in Lateinamerika kochen ziemlich schnell hoch, flauen aber auch in der selben Geschwindigkeit wieder ab. 

El Salvador und Honduras waren damals die „kritischen“ Länder. Im Nachhinein bereuen wir es, dort so schnell durchgefahren zu sein.

Das gefährlichste am Reisen ist im Grunde der Verkehr.

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Tapón del Darién – Die einzige Strecke, die man nicht befahren kann – Wie habt ihr es gemacht?

Etwa 100 Kilometer der Panamericana sind nicht  befahrbar, und dieses kurze Teilstück haben wir umschifft. Im Vergleich zu den meisten Reisenden war der LKW statt sieben Tagen drei Wochen unterwegs, haben dafür einen ziemlich guten Preis bezahlt. 

Was waren eure Top 5 Länder der Panamericana?

Das ist sehr schwierig zu beantworten, da jedes Land seinen eigenen Reiz hat. (Am liebsten würde ich Dir jetzt alle 19 Länder nennen)

Kolumbien – die Menschen haben uns begeistert.

Bolivien – ein wahres Abenteuerland für Overlander.

Alaska – Bären und Nordlichter

Peru – ein wunderschönes Land, besonders abseits der ausgetretenen Pfade.

Mexiko – dort fanden wir die tollsten  Strände und sehr leckeres Essen. 

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Habt ihr etwas Negatives erlebt?

Überhaupt nicht. Wir wurden überall freundlich als Gast im Land begrüßt. Man sollte aber stets mit offenen Augen unterwegs sein und auf sein Bauchgefühl hören.

Wenn damit etwas nicht stimmt – ziehen wir weiter – und sind damit bis jetzt immer gut gefahren.

Was würdet ihr heute anderes machen?

Nichts. Eher alles nochmal!

Welche Krankenversicherung würdet ihr empfehlen?

Aus Kostengründen waren wir bei der STA-Travel versichert, würden aber bei der nächsten Reise eher zur Hanse-Merkur oder ADAC greifen. 

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Vielen Dank liebe Michi!

 

Derzeit schreibt sie an ihrem zweiten Reisebuch „Auf dem Landweg nach Indien“. Wenn du sie unterstützen möchtest, dann schau mal auf ihre Crowdfunding Kampagne.

 

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