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Nachhaltigkeit

„No Poo“ – Warum ich meine Haare nicht mehr wasche!

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15. Januar 2017

Seit ein paar Monaten lese ich vermehrt über die „No Poo“- Bewegung. Die Rede ist vom Leben ohne Shampoo. Doch was genau steckt dahinter? Und warum um Himmels Willen sollte ich meine Haare nie wieder waschen?

Wenn man, wie ich, groß geworden ist, im Glauben die Werbung will nur dein Bestes, nämlich dir zu sagen, was dein Körper wirklich braucht, welche Produkte du unbedingt kaufen musst, um toll auszusehen.

Und wie dein Haar gesund aussieht, scheint es nahezu absurd seine Haare plötzlich nicht mehr zu waschen. Ich gebe es zu! Auch ich war ein WERBEOPFER! Und ja die Werbeindustrie will nur dein Bestes! Und zwar dein Geld!

Gehen wir mal in die Tierwelt und suchen dort nach Haarproblemen. Unsere Haustiere zum Beispiel. Kennt ihr Katze Luzi, die immer fettige Haare hat oder Hund Benno, der seit jeher mit trockenen und kaputten Spitzen kämpft? Nein? Komisch, oder?

Was läuft bei denen denn anders als bei uns? Ganz einfach, sie haben sich ihre Haut eben nicht mit unnötigen chemischen Substanzen zu Grunde gerichtet um sie vom industriellen Shampoo abhängig zu machen.

Die Kosmetikindustrie erfindet immer neue Produkte mit fraglichen, gesundheitsschädigenden und krebserregenden Inhaltsstoffen und meint, dass wir nur so „gesund aussehendes Haar“ bekommen würden.

 

„Ich will kein gesundaussehendes Haar!“

 

Ich möchte GESUNDES HAAR! Und das geht mit keinem der Produkte, die wir so aus dem Handel kennen.

Wer weiß schon, was sich alles hinter Begriffen wie Propylenglykol, Natriumlaurylsulfat, Diethanolamin und Parabenen verbirgt. Letzteres soll sogar zu Brust- und Gebärmutterhalskrebs führen, weil es den Hormonhaushalt empfindlich durcheinander bringen kann.

Propylenglykol wird aus Erdöl gewonnen und wird in Shampoos gerne als Feuchthaltemittel eingesetzt. Es kann zu Leber- und Nierenschäden kommen.

Natriumlaurylsulfat trocknet die Kopfhaut extrem aus und greift zudem die Schleimhäute und die Augen an. Diethanolamin zählt zu den krebserregendsten Stoffen überhaupt. Also Schluss mit dem Giftcocktail!

Fälschlicherweise wird angenommen, dass der Talg (Sebum), der sich auf der Kopfhaut bildet und das Haar fettig aussehen lässt, mit scharfem Shampoo bekämpft werden müsse.

Tatsächlich ist das Sebum aber aus gutem Grund da. Es schützt nämlich unser Haar und wenn man es gut verteilt mit einer Bürste (Wildschweinbürste oder die vegane Alternative Kostkamm Natur Haarbürste – Oval (vegan)) eben sogar bis in die Spitzen.

Es legt sich wie ein Schutzmantel um unsere Haare und ist so eine natürlich Abwehr gegen UV Licht, Kälte und Hitze. Unsere Haare fetten nur so stark nach, weil wir die Schicht immer wieder aufs Neue zerstören und unsere Kopfhaut austrocknen.

Würde man komplett darauf verzichten, was anfangs wirklich eine große Herausforderung ist, würden die Haare nicht mal (vorsicht Wortwitz!) ansatzweise derart nachfetten.

 

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Eine Umstellung dauert in der Regel 6-8 Wochen

 

Manchmal länger, das hängt vom Typ ab. Vorher sollte man alle Silikonreste aus dem Haar und der Kopfhaut waschen. Das macht das Ganze schneller.

Ich habe bereits vor 3 Monaten angefangen keine Spülung mehr nach der Haarwäsche zu verwenden. Seitdem habe ich nur eine saure Rinse am Ende über meine Haare gegossen.

Das hat exakt das gleiche Ergebnis wie eine Spülung, nur eben nicht mehr „chemisch“. Dazu haben ich einen Liter lauwarmes bis kaltes Wasser mit 2 EL Zitronensaft oder Apfelessig genommen.

 

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Meine Haare waren danach weich und ich konnte sie gut durchkämmen. Der Essiggeruch verschwindet sobald die Haare trocken sind.

Jetzt, nachdem mein letztes silikonfreies Bioshampoo SANTE Feuchtigkeits Shampoo Bio-Mango zu Ende gegangen ist, habe ich eine Haarwaschseife probiert.

Meine derzeitige Körper- und Haarwaschseife PURE LAV habe ich erst zwei Monate nur für den Körper benutzt und nun endlich auch an den Haaren getestet.

Und ich muss sagen, die Umstellung war nicht so krass wie vermutet. Viele klagen über strähnige Haare trotz waschen. Das kann ich nicht sagen.

Ich habe meine Haare davor alle 3-4 Tage gewaschen. Anders ist es jetzt auch nicht. Man wäscht auch nur den Ansatz und spült dann mit Apfelessig nach.

 

Ich kann absolut keine Nachteile finden

 

Nach und nach werde ich aber die Seife dann weglassen und es tatsächlich mit WO (Water only) oder SO (Sebum only – also nur noch kämmen) probieren.

Diese Übergangszeit sollte man vielleicht tatsächlich besser im Winter machen. Dann kann man häufiger eine Mütze tragen.

Eine ebenfalls gute, aber von mir noch nicht getestete, Haarwaschseife ist die vegane Haarseife von Aleppo . Ich bin gespannt, wie meine Haare in ein paar Monaten aussehen und werde berichten.

Im Netz findet ihr unzählige Menschen, die es bereits geschafft haben und das ist die größte Movitation in der teils sehr schrecklichen Umgewöhnungszeit.

Unsere Haare und Kopfhaut wurden ja bis zu Jahrzehnten Chemikalien ausgesetzt und ihrer Natürlichkeit beraubt. Wir müssen ihnen die Zeit der Umgewöhnung geben und DURCHHALTEN!

Für noch mehr Infos zum Thema „No Poo“ kann ich euch folgendes Buch empfehlen. Es wird genau erklärt, warum Shampoo so schädlich ist und wie ihr wieder zu natürlich schönem und glänzendem Haar gelangt, ganz OHNE Chemie.



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